Medizinisch-beruflich orientierte Reha (MBOR)

Dachdecken oder Schreibtischarbeit – in speziell ausgestatteten Einheiten werden typische Bewegungsabläufe aus dem Arbeitsalltag geübt.

Seit März 2014 beteiligt sich das Reha-Zentrum Lübben erfolgreich an der Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR).
Gemäß unserem Motto „Rehabilitation mit Kompetenz und Herz“ bieten wir Ihnen sowohl eine individuelle Patientenbetreuung als auch eine gezielte Diagnostik und Therapie – entsprechend Ihres persönlichen Bedarfs. Erfolgsgrundlage dieses speziellen Rehabilitationsansatzes ist die angemessene Verzahnung unserer diagnostischen, medizinischen und therapeutischen Kompetenzen mit Ihren beruflichen sowie persönlichen Ressourcen – zur optimalen Kompensierung Ihrer funktionalen Beeinträchtigungen. Mit dem Ziel Ihrer beruflichen Integration gehen wir dabei nicht nur auf Ihre körperlichen Beeinträchtigungen sondern auch auf psychologische Aspekte und auf die Anforderungen Ihres (angestrebten) Arbeitsplatzes ein. Unsere Therapeuten leiten Sie bei der ergonomischen Ausführung Ihrer Arbeits- und Bewegungsabläufe an. Während des Arbeitsplatztrainings werden die neu erlernten Verhaltensweisen automatisiert.

Die Medizinisch- beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) ist sinnvoll für Rehabilitanden/-innen

  • mit besonderen beruflichen Problemlagen und/oder einer deutlichen Diskrepanz zwischen Leistungsfähigkeit und Arbeitsanforderungen
  • mit langen oder häufigen Arbeitsunfähigkeitszeiten/Arbeitslosigkeit
  • die Sorge haben, den Anforderungen des Arbeitsplatzes nicht gerecht zu werden
  • bei denen aus sozialmedizinischer/ärztlicher Sicht berufliche Veränderungen erforderlich sind.

Was erwartet die Patienten in der MBOR?

  • gezielte, arbeitsplatzbezogene therapeutische Maßnahmen
  • Analyse und Aufarbeitung von funktionellen, muskulären und koordinativen Defiziten, die den Arbeitsplatz gefährden
  • Überprüfung der Arbeitsplatzausstattung und Einleitung der leidensgerechten Anpassung (im Sinne von LTA - Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben)
  • Erkennung beruflicher Problemlagen durch das "Würzburger Screening" sowie einer arbeitsplatzbezogenen Anamneseerhebung
  • regelmäßige ärztliche Sprechstunden; bei Bedarf unter Miteinbeziehung des Sozialdienstes, des psychologischen Dienstes sowie des Rehabilitationsberaters der Deutschen Rentenversicherung
  • regelmäßige Teamsitzungen, in denen der Therapieverlauf kontrolliert und ggf. angepasst wird